07.02. bis 08.03.2020
im Künstlerinnenforum GEDOK Karlsruhe als Ausstellungs- und Aktionsraum sowie im städtischen und medialen Raum
für das Ida Dehmel-Jubiläumsjahr 2020 der Bundes-GEDOK unter dem Bundes-GEDOK Motto „Künstlerinnen für die Zukunft“
veranstaltet von der GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit der Klimakampagne der Stadt Karlsruhe
Schirmherrin Bettina Lisbach, Stadt Karlsruhe, Bürgermeisterin
Warum engagieren sich Künstlerinnen für Klimaschutz?
Artensterben. Klimawandel. Wir wollen nicht mit hilflosem Entsetzen zusehen. Doch was kann Kunst bewirken gegen die Vergiftung unserer Böden, gegen den Schadstoffausstoß eines fehlgeleiteten
Verkehrs, gegen die Plünderung der Ressourcen unseres Planeten. Gegen Profitdenken in althergebrachter Manier. Für eine Wende weg von bequemer Gewohnheit zu Achtsamkeit gegenüber Umwelt und
Mitmenschen?
Kunst spricht Verstand und Emotion gleichermaßen an. Kunst kann Betroffenheit erzeugen, wo Argumente verhallen. Kunst kann konkret machen, was Wissenschaftler theoretisch erkennen und darlegen. Achtsamkeit setzt Wahrnehmung voraus. Und nur was wir wahrnehmen, werden wir schätzen; nur was wir lieben, werden wir schützen. Kunst nimmt wahr und lässt wahrnehmen. Sensibel, genau. Mit immer neuen Sichtweisen löst Kunst Farben, Formen, Klänge, Worte aus ihrem gewohnten Kontext und erschafft neue unvermutete Zusammenhänge und Bezüge. Sie führt ungeahnte Szenarien vor, die in den Dingen schlummern, sofern wir nur unsere Vorstellungskraft bemühen. Sie zeigt damit, dass unsere Umwelt beeinflussbar ist und veränderbar. So macht Kunst kritische Anmerkungen. So gelingen durchaus politische Interventionen. Plastikmüll zur Skulptur drapiert; Pflanzen im Kerker städtischer Gitter; Vogelstimmen vom Verkehrslärm übertönt; Inseln stillen Hörens im Getöse der Stadt.
Mitwirkende Künstlerinnen
Bildende Künstlerinnen, Literatinnen, Musikerinnen, Künstlerinnen der angewandten und der darstellenden Kunst der GEDOK Karlsruhe und weiterer Regionalgruppen der GEDOK.
Amt für Umwelt und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe, Staatliches Museum für Naturkunde (SMNK), Hochschule der Künste Bern (HKB), Hochschule für Musik Karlsruhe (HfM), Karlsruher Institut für Technologie, KIT-Zentrum Klima und Umwelt (KIT).
Kooperationspartner des Begleitprogramms
Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe, Buchhandlung am Kronenplatz, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT, Quartier Zukunft – Labor Stadt des KIT, stattreisen
Karlsruhe e.V., Weltladen Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe.
Interview mit Dorothee Schabert. LIVE-Stunde Campusradio
29.01.2020, Moderatorin Francesca Audretsch
Kunst und Klima.
Programm-Highlights
14.02.2020
Fr, 7.2.2020, 19.00 Vernissage
GEDOK-Forum
Eröffnung der Kunstwoche
Vernissage der Ausstellung Wahr-nehmungen
Begrüßung und Einführung:
Dorothee Schabert und Sabine Schäfer, Projektleiterinnen / GEDOK
Grußwort: Ulrike Rohde, Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz
Musikalische Beiträge: Eszter Hernadi, Klarinette
Sa, 8.2. bis So 8.3. | Mi – So 15.00–19.00 Ausstellung
GEDOK-Forum
Malerei, Grafik, Fotografie, Medienkunst, Video, Installation
Rosa Baum, Vérok Gnos, Elke Hennen, Jutta Hieret, Susanne Högner, Ina Annette Hünnekens, Beate Kuhn, Kuni Liepmann, Lilo Maisch, Katalin Moldvay, Ingrid Ott, Anne-Bärbel Ottenschläger, Ute Reisner, Dorothee Schabert, Sabine Schäfer, Christina Schneider, Rose Schrade, Rosemarie Vollmer
mit medialen Präsentationen weiterer Künstlerinnen der GEDOK Regionalgruppen Berlin, Karlsruhe, Freiburg, Reutlingen, Schleswig-Holstein, Wiesbaden-Mainz und Wuppertal
Wahrnehmen und Sich-Zeit-nehmen sind grundlegend in der Fürsorge für ein menschenfreundliches und lebenszugewandtes Klima auf unserer Erde. Die Gemälde, Objekte und Installationen unserer Ausstellung animieren dazu, den künstlerischen Blick auf unsere Umwelt, ihre Schönheit, wie ihre Bedrohtheit zu richten und auf unterschiedlichste Art und Weise über die Natur, das Artifizielle und über gesellschaftliches Leben der westlichen Industrieländer zu reflektieren.
Im Ausstellungsraum werden über eine Großprojektion das Kunstprojekt Leben ohne Insekten? und weitere Kunstbeiträge gezeigt.
>> Leben ohne Insekten? und Klimatische Kunstwerke
Hör-Stuhl
Soundscapes von Ute Reisner, Dorthee Schabert
visuelle Gestaltung von Rosa Baum, Rose Schrade
Die Klangspaziergänge machen den Zusammenhang von Verkehrspolitik und Lärmverschmutzung und die Auswirkungen auf den Hörsinn bewusst.
Sa, 8.2. bis So 8.3. | Mi – So 15.00 –22.00 Projektionen
GEDOK-Forum
Video-Projektionen für den öffentlichen Raum
Projektionen des Kunstprojekts „Leben ohne Insekten?“ in Kooperation mit dem
Naturkundemuseum Karlsruhe und weiteren Kunstvideos von GEDOK-Künstlerinnen. „Our Only
Blue One“, Film der Schlosslichtspiele 2019 von Maxi10sity in Kooperation mit dem KIT, dem ZKM und dem KME.
Mediale Präsentation „Außenwirkung“
Monitor-Präsentation mit wissenschaftlichen Filmen des KIT-Zentrums für Klima und Umwelt und mit Informationen der städtischen Klimakampagne Karlsruhe macht Klima.
Fr, 7.2. bis Fr, 21.2 | Mo – Fr 8.00 –18.00
Foyer des Rathauses am Marktplatz, Karl-Friedrich-Str.10, 76133 Karlsruhe
Haltestelle Karlsruhe Marktplatz (Pyramide)
Di, 25.2. bis Do, 5.3. | Di – Do, 14.00 – 18.00
Zukunftsraum, Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe
Hören Sie mal!
Hör-Liege mit Soundscapes von Ute Reisner, Dorothee Schabert, Sabine Schäfer
Mit unseren Liegestühlen wollen wir Ihnen die Gelegenheit bieten, im Lärm und Trubel der Stadt innezuhalten und zu hören, wie Natur klingt. Vogelstimmen im Frühling, die vielfältigen Klänge des Wassers, die Gesänge der Insekten. Wir geben Ihnen Gelegenheit, solchen Naturklängen zu lauschen, die Sie selbstverständlich auch bei Ihrem nächsten Wald- oder Wiesenspaziergang wiederfinden werden. Leider zumeist gestört bis überdeckt von den allzu präsenten Geräuschen unserer menschlichen Zivilisation, von Flugzeugen, Autos, der Lärmplage der Motorräder, Land- und Gartengeräte. Lärmverschmutzung und Vertreibung der Stille kostet uns Hörfähigkeit und Ruhe. Wer die Klänge der Natur wieder er-hört, wird sie schätzen und erhalten.
Di, 11.2., 18.00 Vortrag
GEDOK-Forum
Dr. Joachim Nitsch
Auswirkungen des Klimawandels – Aufgaben für Politik und Bürger*innen
Ausgehend von den bereits sichtbaren Auswirkungen wird dargestellt, wie dieser Wandel noch in erträglichen Grenzen gehalten werden kann, wenn Politik und Gesellschaft schnell handeln. Es wird erläutert, welche strukturellen Veränderungen erfolgen müssen, damit innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre unsere Energieversorgung ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. Die dazu erforderlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die notwendigen politischen Maßnahmen werden dargestellt, auch die Rolle der Zivilgesellschaft wird diskutiert.
Dr. Joachim Nitsch, Wissenschaftler und Experte für erneuerbare Energie
bis 2005 Leiter der Abteilung „Systemanalyse und Technikbewertung“
am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart;
Beirat des Vereins für eine nationale CO 2 -Abgabe e. V.
„Leitstudien“ zu erneuerbaren Energiesystemen für das Bundesumweltministerium
Sa, 15.2., 15.00 Nachhaltigkeitsspaziergang
Treffpunkt: Haltestelle Schloss Gottesaue
Dauer ca. 1h30min
Klimaspaziergang durch die Oststadt: Vom Otto-Dullenkopf-Park über das Areal Alter Schlachthof und die Gerwigstraße bis zum Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Straße.
Parks als Klimaanlagen, das Karlsruher Modell als Verkehrsinnovation und viele weitere Beispiele zeigen, wie unsere Stadt und ihre Bürgerschaft zum Klimaschutz beitragen. Ob Urban Gardening oder Fahrradfahren – viele Inspirationen zu einem bewussten Leben können unseren Alltag bereichern und zugleich ein klimagerechtes Verhalten unterstützen.
Die Stadtführung ist angelehnt an den in einem KIT-Projektseminar entstandenen Nachhaltigkeitsspaziergang und wird durchgeführt von „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ in Kooperation mit stattreisen Karlsruhe e.V.
Veranstalter: ITAS
(Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse) und stattreisen e.V.
Anmeldung unter info@stattreisen-karlsruhe.de
Die Kosten trägt die städtische Klimakampagne „Karlsruhe macht Klima“
Di, 18.2., 18.00 Vortrag
GEDOK-Forum
Dr. Manfred Verhaagh, Sabine Schäfer
Vom kunstvollen Klang der Schrecken
Biologische Präsentation und Klangkunst
Viele Insekten sind fähig, Geräusche zu produzieren, die zum Beispiel zur Feindabwehr, zur Partnerwerbung oder zur Territorialanzeige eingesetzt werden. Das Künstlerpaar <SA/JO> Sabine Schäfer / Joachim Krebs hat aus den Stimmen von Heuschrecken und Naturgeräuschen durch selbst entwickelte Techniken kunstvolle RaumKlangMilieus geschaffen. Die Veranstaltung stellt natürliche Vorbilder und die daraus entstandene Klangkunst vor.
Sabine Schäfer,
Medienkünstlerin, Komponistin
lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Werke sind Bestandteil der Sammlungen des Zentrum für Kunst und Medien ZKM Karlsruhe und des Science Center
„phaeno“ der Stadt Wolfsburg.
Dr. Manfred Verhaagh, Entomologe
leitet den Fachbereich Entomologie des Naturkundemuseum Karlsruhe (SMNK) /
Do, 20.2., 19.00 Vortrag
Weltladen, Kronenstr. 21, 76133 Karlsruhe
Ingeborg Pujiula, M.A., Bildungsreferentin für den Fairen Handel und Nachhaltigkeit:
Was hat denn der faire Handel mit Klimaschutz zu tun?
Der faire Handel verhilft Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden zu einer auskömmlichen, zukunftsfähigen Existenz. Was die wenigsten wissen: Aufgrund der schon jetzt gravierenden Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben der Produzentinnen und Produzenten des fairen Handels sind Umweltschutz und Klimaschutz schon seit Jahren untrennbar mit dem fairen Handel verbunden. Wie fairer Handel und Klimaschutz zusammengehen und was das für die Arbeit vor Ort gerade auch für die Frauen heißt, das soll Inhalt dieser Veranstaltung im Weltladen Karlsruhe sein.
Fachgeschäft für fairen Handel, getragen von der Aktion Eine Welt e.V.
So, 23.2., 11.00 Lesung zur Ausstellung
GEDOK-Forum
Karin Bruder, Franziska Joachim, Sabine Stern, musikalisch begleitet von Rita Huber-Süß
Trauerten wir um einen Baum, um jeden einzelnen, was würde der Regenwald darüber denken. Die Erde, zum Untertan gemacht, wird wach und wehrt sich – gewaltig. Eine melancholische Bestandsaufnahme und dennoch Hoffnung und zaghafte Bereitschaft, sich den Herausforderungen, die die Veränderungen bringen, zu stellen. Drei Autorinnen und eine Musikerin der GEDOK präsentieren ihre Gedanken zur Ausstellung Wahr-nehmungen.
„Früher war ich sehr schön.
Blau und klar leuchteten meine Augen, grün wallte mein Haar,
stolz ragten meine Brüste, weiß wie Kalkstein leuchteten
meine Zähne,
und in sanften Hügeln und Senken erstreckte sich mein Leib,
umhüllt von frischem Duft.
Lange, lange Zeit war ich die schöne Tochter meiner
leuchtenden Mutter,
alterslos umkreiste ich sie, von ihr genährt und gewärmt,
wunschlos glücklich.“
(aus: „Gaia“ von Franziska Joachim)
Mi, 26.2. bis So, 1.3. | Mi – So 15.00–19.00 Ausstellung
GEDOK-Forum
Der Studiengang „Sound Arts – Musik und Medienkunst“ der HKB beteiligt sich mit Klangkunstwerken und künstlerisch-wissenschaftlichen Beiträgen. Dozent*innen und Studierende, die für den Klimaschutz eintreten, haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt.
Mi, 26.2., 18.00 Vortrag
GEDOK-Forum
Prof. Dr. Teresa Carrasco
Bioakustik, Komposition, Klanggestaltung
Die Leiterin des Studiengangs „Sound Arts – Musik und Medienkunst“ der HKB berichtet über ein spannendes künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsprojekt, das das Verhalten von Mücken auf Musik untersucht.
Fr, 28.2., 18.00 Uhr Vortrag und Gesptäch
GEDOK-Forum
Prof. Valerian Maly
Inlets: Kunst & Ökologie – historische Wurzeln und aktuelle Praktiken
Der Studienbereichsleiter für Master of Contemporary Arts Practice and Performance Art präsentiert das Thema „Musik und Ökologie“ mit aktuellen Beispielen von Studierenden und historischen Arbeiten.
>> Gastwoche der Hochschule der Künste (HKB)
Sa, 29.2., 19.00
Musentempel, Hardtstr. 37a, 76185 Karlsruhe
im Kulturzentrum Tempel, Karlsruhe
Komponistinnen aus Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg und Heidelberg: Kathrin A. Denner, Ursula Euteneuer-Rohrer, Barbara Heller, Ela Rosenberger, Dorothee Schabert und Mia Schmidt im Dialog mit Vorfahren wie Pauline Viardot und Erik Satie.
Ursula Euteneuer-Rohrer, Klavier
Carolin Elena Fischer, Blockflöten
Adrian Fischer, Klavier
Rita Huber-Süß, Stimme
Ela Rosenberger, Querflöten
Dorothee Schabert, Zuspiele
Das TanzTheater Gabriela Lang eröffnet mit einer Performance zum Soundtrack, der den Grundklang unseres Konzerts bildet.
>> Konzertprogramm und Bericht im campusradio karlsruhe
Vortrag zur Ausstellung Wahr-nehmungen
Di, 3.3. 18.00
GEDOK-Forum
Prof. em. Dr. Götz Großklaus
Zur Geschichte der Natur-Wahrnehmung in Literatur und Malerei
Der Vortrag beschreibt die historische Entfaltung eines ästhetischen Natur-Diskurses, der den Raum der Natur als (‚paradiesischen‘) Gegenort zum (‚nach-paradiesischen‘) Ort der Kultur entwirft. Parallel zu dieser ästhetischen Aneignung der Natur verläuft die kulturell-technisch-wissenschaftliche Bemächtigung der Natur. Der Vortrag zeigt, dass in dieser Aufspaltung während des ‚Modernisierungs‘-Prozesses der Gegenort der Natur zum Verschwinden gebracht wird. Eine Versöhnung kann nur gelingen, wenn die Hierarchisierung des Ortes der Kultur gegenüber dem Ort der Natur überwunden wird.
Zur Person: Götz Großklaus, Wikipedia
Begleitprogramm Kooperationen
Mi, 4.3. 18.00 Vortrag
Zoo Karlsruhe - Vortragsraum/Exotenhaus
Zugang über Ettlinger Str. 4a, 76137 Karlsruhe
Dr. Clemens Becker
Der Zoo als Artenschutzzentrum – So unterstützen wir Projekte weltweit
Die Artenschutzstiftung unterstützt den Zoo bei seinem Eintreten für Artenschutz und für den Erhalt der Biodiversität. Das Hauptprojekt liegt im südamerikanischen Ecuador, wo Nebelwald erhalten und Tausende von Bäumen gepflanzt werden. Auf Sri Lanka bzw. auf Borneo werden Stationen für Elefanten- und Orang-Utan-Waisenkinder unterstützt. Neu ist das Masai-Mara-Projekt in Afrika, wo durch Pacht von Gelände weiterhin die großen Tierwanderungen ermöglicht werden. In Karlsruhe und Umgebung starteten lokale Projekte, um Insekten-Wiesen und Brachflächen zu schaffen.
>> Informationen der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe
Do, 5.3. 18.30 Filmabend
Filmtheater Schauburg, Marienstr.16, 76137 Karlsruhe
„2040 – Wir retten die Welt!“
Australien 2019, Regie + Buch: Damon Gameau, 92 Minuten
Um 18.30 Uhr startet das Filmprogramm mit kreativen Filmclips aus schulischen, studentischen und bürgerschaftlichen Projekten zum Klimaschutz in Karlsruhe, gefolgt
vom Hauptfilm „2040 – Wir retten die Welt!“
Für seinen neuen Dokumentarfilm hat Damon Gameau sich aufgemacht, um auf ebenso unterhaltsame wie informative Art eine ermutigende Zukunftsvision unserer Planeten zu kreieren – für uns und nachfolgende Generationen.
Ab 17.30 Parcours zum Ökologischen Fußabdruck und Büchertisch mit Infos zur städtischen Klimakampagne
Die Eintrittskosten trägt die städtische Klimakampagne „Karlsruhe macht Klima“
So, 8.3. 11.00 – 15.00
GEDOK-Forum
Würdigung: Bettina Lisbach, Stadt Karlsruhe, Bürgermeisterin, Schirmherrin
Rückblick und Ausblick: Sabine Schäfer und Dorothee Schabert
Veganes Brunch-Buffet
12.30 Lesung zum Internationalen Frauentag
Vera Morelli
Literatinnen im „Dritten Reich“ – gegen geistige Umweltverschmutzung im Nazi-Faschismus
Wie viele Literatinnen dem Naziterror zum Opfer gefallen sind, ist nicht bekannt. Den meisten gelang es jedoch, rechtzeitig zu emigrieren, darunter auch der
Ullstein-Kolumnistin Bella Fromm. Sie ging 1938, kurz vor der Reichsprogromnacht, in die USA und schrieb dort 1943 ihr Buch “Blood and Banquets - A Berlin Social Diary“. Das Buch
war ein Bestseller, kam aber erst 50 Jahre später, 1993, im Rowohlt Verlag in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Als Hitler mir die Hand küßte“ heraus.
Bella Fromm unterhielt beste Beziehungen zum diplomatischen Korps und zu ihren Kollegen von der internationalen Presse und sie kannte
fast die gesamte Nazi-Prominenz persönlich, einschließlich Hitlers. 1934 erhielt sie, wie alle jüdischen Journalisten, Schreibverbot und kümmerte sich fortan um Visa und Affidavits für ihre
inhaftierten und in die KZs verschleppten Glaubensgenossen. Sie blieb nach dem Krieg in Amerika, kehrte nur für kurze Besuche nach Deutschland zurück und starb 1972 in New York.
Ein weiteres Werk schildert, ebenso authentisch aber aus einer ganz anderen Perspektive, das Schicksal einer ganz normalen jüdischen Familie in Berlin. Es ist Inge Deutschkrons Bericht: “Ich trug den gelben Stern“, in der Fernsehadaption: “Ab heute heißt du Sara“.Inge Deutschkron setzt in ihrem Buch den 'Stillen Helden' ein Denkmal, jenen einfachen Berlinern und Berlinerinnen, die Juden versteckten und mit Lebensmitteln versorgten. Auch sie und ihre Mutter wurden von einem Versteck zum anderen geschleust, ständig in Gefahr, denunziert und von der Gestapo entdeckt und in den Tod geschickt zu werden. Sie lebt, inzwischen 98 Jahre alt, überwiegend in Tel Aviv. Möge sie in zwei Jahren ihren 100. Geburtstag bei guter Gesundheit und im Kreise guter Freunde feiern!
GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. Karlsruhe
Markgrafenstr. 14 / Ecke Fritz-Erler-Straße, 76131 Karlsruhe
Tel: +49 (0)721 374137
Fax: +49 (0)721 6256254
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Anfahrt PKW >> Kontakt
KVV -
Haltestellen: Kronenplatz (Fritz-Erler-Straße) Tramlinie 3
Kronenplatz (U-Station, Kaiserstraße) Tram 1, 2, Stadtbahn S2, S4, S5/S51, S7, S8
>> KVV - Schnellauskunft
Öffnungszeiten GALERIE
Mi, Do, Fr 17.00–19.00 Uhr
Sa, So, Feiertage 14.00–16.00 Uhr
und bei Veranstaltungen
Eintritt frei, Spenden willkommen
Büro
Mo, Di, Mi, Do 10.00–12.00 Uhr