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Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung:
17.01.2018

Neujahrskonzert 2018

13.01.2018 um 19 Uhr
- BBK Künstlerhaus Galerie
Am Künstlerhaus 47, 76131 Karlsruhe
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Im Echoraum 4.0 —seit 1918—

Tragikomisches Musiktheater zum Jubiläum des Kriegsendes 1918 mit
Rita Huber-Süß, Stimme, Klavier / Karin Huttary, Percussion / Hanna Jüngling, Violine

Europa erlebt seit 1918 einen „Umbruch“ nach dem anderen. Brüche sind Trumpf, Innovationen ein „Must-have“, und Stillstand, auch der im erreichten Ideal, ist das absolute „NoGo“. Man treibt uns zum Kauf von Neuheiten mit immer kürzerer Halbwertszeit. Es muss vorwärtsgehen. Und ohne Krieg „läuft da gar nichts“. Man plant Leben und Tod in „Thinktanks“. Zu Deutsch: Der Führungsstab spielt in abgeschlossenen „Denk-Räumen“ den „Kopf“, während wir als „Infanterie“, als bloße „Manpower“ im (für uns noch) virtuellen Feld stehen? Die propagierte Endlosschleife vom „Aufbruch“ - kryptische Dauerwerbung für den Schwelbrand, der seit 1918 weltweit nicht mehr zum Stillstand kam?

Die Musikerinnen der GEDOK Rita Huber-Süß (Stimme), Karin Huttary (Percussion), und Hanna Jüngling (Violine), gehen diesem postmodernen Szenario in einem Collagen-„Mobile“ nach. Sie konfrontieren und „patchen“ dabei traditionelle „Bewegungs“-Klänge wie Märsche, „Zigeunermusik“, Kaufhaussongs, Leierkästengeorgel und Wanderlieder mit kriegerischen, sozialen und ökonomischen Kontexten, der Revolution der Geschwindigkeiten und der Reaktion des „antiquierten Menschen“ (Günter Anders) darauf.

Die liebevolle Zeichnung des „antiquierten Menschen“ steht im Vordergrund. Ihn quält die Scham und Wut darüber, nicht so perfekt wie seine immer perfekteren Maschinen und Waffen zu sein. Aber er könnte den despotischen Dauer-Aufbruchsappell aus den „Thinktanks“ nach wie vor unterlaufen, wenn er sich nicht korrumpieren lässt. Immer noch steht Brechts Satz im Raum: „Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin.“

(Text: Hanna Jüngling)

 

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